Benninger Ringer siegen nach furioser Aufholjagd

RSV-Athlet Philipp Reichert hat seinen Kontrahenten Michael Gergert beim Stand von 14:0 auf die Schultern gelegt.

RSV siegt in Heilbronn mit 19:16

Verband bricht die laufende Saison nach der Vorrunde ab

Benningen – Da beim Verbandstag des Württembergischen Ringerverbandes (WRV) am Samstag mit einer großen Mehrheit der Abbruch der laufenden Saison beschlossen wurde, gingen die Ringer des RSV Benningen am Abend letztmalig auf die Matte. Bei der Reserve des Bundesligisten Red Devils Heilbronn siegte die RSV-Riege nach einer furiosen Aufholjagd am Ende verdient mit 19:16.

„Auf der einen Seite ist es natürlich traurig, dass die Saison nach der Vorrunde abgebrochen wird, auf der anderen Seite müssen wir aber auch der aktuellen Corona-Entwicklung Tribut zollen. Das sind wir sowohl den Sportlern als auch den Zuschauern schuldig“

, lautet das Fazit von Bert Kluge, dem Sportlichen Leiter der RSV-Ringer. Zum Auftakt fielen die Punkte im Freistil-Limit bis 57 Kilogramm kampflos an die Gastgeber. Achim Vollmer (130 kg/griechisch-römisch) bekam es mit dem starken André Timofeev zu tun, der in der Vorwoche noch im Bundesliga-Team der Heilbronner kämpfte und dort einen Sieg verbuchen konnte. Vollmer wehrte sich nach Kräften, konnte aber letztendlich den 15:0 Überlegenheitssieg des Heilbronners Sekunden vor Kampfende nicht verhindern.

„Achim hat nach einer langen Wettkampfpause voll überzeugen können. An ihm werden wir noch viel Freude haben“

, spricht Bert Kluge seinem Athleten ein dickes Lob aus. Gute Ansätze zeigte Emirkan Mehmedov (61 kg/griechisch-römisch), der seinem Kontrahenten Damian Macun dann aber in der dritten Minute einen Schultersieg überlassen musste. Für den beruflich verhinderten André Flick ging RSV-Coach Pascal Oschetzki (98 kg/Freistil) selbst auf die Matte. Sein Kontrahent Stefan Kamockij konnte mit mehreren Beinschrauben punkten und sicherte sich in der vierten Minute einen Überlegenheitssieg – nach vier Kämpfen lagen die Benninger mit 0:16 im Hintertreffen. Philipp Reichert (66 kg/Freistil) läutete gegen Michael Gergert die Aufholjagd ein. Reichert war ständig in der Offensive und legte seinen Kontrahenten in der dritten Minute beim Stand von 14:0 auf die Schultern. Eine harte Nuss hatte Fabio Sax (86 kg/griechisch-römisch) mit dem sperrigen Julian Popov zu knacken. Der RSV-Athlet lag zunächst im Rückstand, übernahm dann aber die Initiative und behielt am Ende verdient mit 8:3 die Oberhand. Kurzen Prozess machte Arkadiusz Gucik (71 kg/griechisch-römisch), der den Heilbronner Luke Reinhard bereits nach 40 Sekunden mit einem schulmäßigen Kopfhüftschwung auf die Schultern legte. Seiner Favoritenrolle gerecht wurde Marcel Flick (80 kg/Freistil), der dem Heilbronner Erik Obert nicht den Hauch einer Chance ließ und das ungleiche Duell in der zweiten Minute beim Stand von 12:0 vorzeitig mit einem Schultersieg beendete. Patryk Goluchowski (75 kg/Freistil) kassierte die Punkte bereits auf der Waage, da der Heilbronner Nils Habermann beim offiziellen Wiegen fast fünf Kilogramm über dem vorgeschriebenen Gewichtslimit lag. Beim Stand von 18:16 bekam es Krzysztof Banczyk (75 kg/griechisch-römisch) mit dem agilen David Weinberg zu tun. Banczyk kämpfte konzentriert und brachte mit einem 5:4 Punktsieg den Benninger 19:16 Auswärtserfolg endgültig unter Dach und Fach.

„Das war heute ein gelungener Abschluss. Die Jungs haben in den sechs ausgetragenen Kämpfen super mitgezogen und hatten viel Spaß auf der Matte. Wenn die Mannschaft so zusammenbleibt, können wir auf jeden Fall optimistisch in die Zukunft blicken“

, lautet das positive Fazit von RSV-Coach Pascal Oschetzki.

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