Saison Nichtteilnahme

Die Verantworlichen des RSV Benningen haben sich entschlossen an der Saison 2020 nicht teilzunehmen.

Erklärung des RSV Benningen bezüglich der Nichtteilnahme an der Mannschaftsrunde

Nach dem mehrere Landes- und Regionalverbände in Deutschland ihre Mannschaftsrunden wegen der Corona-Krise bereits vor Wochen komplett abgesagt haben, hat unser Württembergischer Ringerverband e.V. (WRV) die Lockdown Entwicklung lange abgewartet und eine Umfrage unter den Vereinen über die Austragung der Mannschaftsrunden 2020 Mitte Juli abgehalten.
Im Hinblick auf diese Umfrage haben die Verantwortlichen des RSV zusammen mit den Sportlern lange nach einer Lösung gesucht und jetzt einvernehmlich folgende Entscheidung getroffen: Beide Mannschaften werden in diesem Jahr nicht an der Runde teilnehmen. Dies geschieht ohne Sanktionen, d.h. beide Mannschaften können im kommenden Jahr wieder in der Landesliga/Oberliga starten.

Folgende Überlegungen haben zu dieser Entscheidung geführt:
Erste Probleme beginnen schon mit der Hallenreservierung. Seitens des Verbands gibt es noch keinen festen Terminplan. Eine kurzfristige Reservierungsänderung ist schwer möglich, da die Hallentermine bereits zu Jahresbeginn festgelegt werden. Aufgrund der Hygienevorschriften ist ein Ausweichen in die Gemeindehalle nicht möglich und wir wären ausnahmslos auf die Nutzung der Sporthalle in der Au angewiesen.

Weiter stellt sich die Frage, ob wir unsere ausländischen Sportler einsetzen können. Ist deren Einreise überhaupt möglich? Wie bringen wir unsere Mannschaften personell und leistungsbezogen an den Start? 

Derzeit läuft noch immer kein normaler Trainingsbetrieb. Die Vorbereitungszeit für eine Mannschaftrunde - insbesondere für wettkampforientiertes Training - ist viel zu kurz. Eine Mannschaftsrunde mit einer derart kurzen Vorbereitungsphase birgt ein hohes Verletzungsrisiko.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind unsere Zuschauer, das heißt: welchem Gesundheitsrisiko setzen wir unsere Zuschauer aus? Unsere Sportart lebt von der Stimmung in der Halle, doch gerade dies birgt erhebliche Risiken. Nicht auszudenken wäre die Situation, wenn ein infizierter Sportler oder Zuschauer eine weitere Ansteckungswelle auslöst. Schlimm genug, wenn sich dadurch weitere infizieren mit möglichen bekannten Folgen wie Quarantäne, Krankenhausaufenthalt oder schlimmerem. Können vielleicht sogar Regressforderungen im Falle einer Ansteckung entstehen? Der WRV will sein Hygienekonzept den aktuellen Gegebenheiten anpassen und den Vereinen dann nach den Sommerferien zur Verfügung stellen. Allein die 100%ige Umsetzung eines Hygienekonzeptes ist - unabhängig vom Zeitfaktor - unseres Erachtens kaum realisierbar. Zumal die Umsetzung dem Veranstalter und der jeweiligen Kommune überlassen wird. Somit liegt die gesamte Verantwortung letztendlich beim Verein.

Nicht vergessen dürfen wir unsere Sponsoren, die unseren Sport und unsere Veranstaltungen unterstützen und fördern. Der Imageschaden, der durch einen Corona-Fall bei der Mannschaftsrunde auftreten könnte, wäre für diese Firmen fatal. Ganz von den Folgen evtl. Betriebsbeeinträchtigungen durch die bei uns aktiven Mitarbeiter abgesehen. Was da auf den Verein zukommen könnte, lässt sich nicht ansatzweise abschätzen.

Unumstritten ist, dass die aktuelle Corona-Situation zu viele Fragen offenlässt und gesundheitliche Risiken für Zuschauer und Sportler birgt, die nicht einzuschätzen sind. Die Pandemie ist noch lange nicht besiegt und diese Gefahr für Gesundheit oder sogar Leben würde uns die gesamte Mannschaftsrunde über begleiten, jedes Wochenende aufs Neue.
Gesundheit ist für alle das höchste Gut und muss an erster Stelle stehen. Dies ließ uns in Sachen Entscheidungsfindung keinen Spielraum.

Abschließend noch der aktuelle Stand in Sachen Mannschaftsrunde in Württemberg: Viele Vereine in Württemberg haben eine ähnliche Entscheidung wie wir getroffen, weswegen einige Ligen nur mit stark dezimiertem Teilnehmerfeld stattfinden werden. Die verbandsübergreifende Regionalliga ist komplett abgesagt. In der Oberliga Württemberg haben sich die Vereine Nendingen, Dewangen, Ebersbach, Röhlingen und Benningen klar gegen eine Teilnahme ausgesprochen. In der Landesliga werden neben der zweiten Mannschaft der RSV-Ringer auch der KV Plieningen, der VfL Obereisesheim, der KSV Trossingen, die KG Neckarunion Münster/Remseck, der TSV Meimsheim und die Red Devils Heilbronn II nicht antreten.

Wir hoffen, dass alle Ringsportfans Verständnis für unsere, wie wir meinen, vernünftige Entscheidung haben und uns auch weiterhin die Treue halten.

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